Endlich Frühling!
Die ersten 200 km sind abgespult. Das war auch dringend nötig, näherte sich die Waage doch bedrohlich der 80kg Marke.Viele Möglichkeiten, die Langlauf-Ski unterzuschnallen gab es in diesem Winter für mich nicht . 100km sind es aber immerhin geworden.
Saisonziel dieses Jahr ist eine erneute Alpenüberquerung ( meine 5.) auf eigene Faust. Ich werde mir 2 Alpencross-Novitzen ans Hinterrad klemmen, deshalb habe ich eine sehr schöne Tour mit relativ moderaten Höhenmetern ausgesucht. Geplant ist die Route von Imst an den Comer See (Zur Bildergalerie). Wirklich super, mein Dad hat sich bereit erkärt den kleinen Bus zu fahren. So haben wir unseren eigenen Gepäcktransport- Luxus pur! Bei der Gelegenheit möchte ich Kurt Mihm von Hochrhön-toueren.de danken. Er sponsort den Bus inkl. Sprit!!!
Über den Winter habe ich auch einen kompletten Transalp GPS-Datensatz (Tegernsee-Gardasee) zusammengestellt. Ich werde ihn in den nächtsen Tagen unter gps-mountainbiker.de einstellen.
Ich wünsche euch eine tolle und unfalfreie Mountainbike Saison 2011.
Grüße Andreas
Nach nächtlichem Regen bot der Blick aus dem Hotelfenster nasse Strassen und tief hängende Wolken. Ok, jede Glücksträhne reisst einmal. Nach 3 Alpenüberquerungen bei ausnahmlos traumhaften Wetter muss es ja mal anders kommen. Heute steht der Anstieg zum Pfitscher Joch auf dem Programm, 30km und 1700hm bergauf und das ohne Einrollen. Der leichte Nieselregen hörte schnell auf und die Wolkendecke war eigentlich genau richtig für einen so langen Anstieg. Das Ganze kam mir vor, wie eine Pilgerfahrt, bestimmt 100 Mountainbiker waren auf dem Weg zum Joch. Ich ließ es gaaanz gemütlich angehen, hatte ich doch genug Erfahrung mit so langen Anstiegen. Die ersten Gehetzten schossen an mir vorbei und ich dachte mir, “die werden bitter dafür bezahlen”. Mein gemütliches aber gleichmäßiges Tempo brachte mich schnell weit vor meine Truppe und so sammelte ich nach und nach die Eiligen auf. Das die zwischendurch Parkscheine ziehen müssen war mir eh klar.
Am Schlegeispeicher war Mittagspause auf der Domenicus Hütte angesagt. Nur 30min. nach mir war meine Gruppe wieder zusammen. Prima, eine sehr homogene Truppe bedeutet Spaßgarantie!
Nach einem extrem fluffigen Kaiserschmarn kam der 2. Teil des Anstiegs. Trailstücke und Schiebepassagen wechselten sich ab, bis es dann wieder steil wurde. Bis zu ersten Kehre war das Geläuf einfach zu tief um zu fahren, danach ging es etwas besser undich fuhr bis zum Pfitscher Joch durch. Italien! Cappo und riesige Stücke Marmorkuchen füllten die Speicher schnell wieder auf und die Sonne kam auch raus. Perfetto! In rasender Abfahrt ging es zum Etappenziel nach St. Jakob. Nach der üblichen Bikepflege mit Weissbier und anschließender Körperpflege ohne Weissbier war Abendessen angesagt. In der Gruppe herrschte eine ausgelassene Stimmung, was u.a. auch an Helmut aus München und Sabine aus Stuttgart lag. Beide lieferten sich schwäbisch-bayrische Wortgefechte, die regelmäßig mit Handschlag und dem Spruch: “Simmer widder guat” endeten.
Transalp Dolomiti
Nachdem ich vor 2 Jahren mit Tania mehr oder weniger auf eigene Faust über die Alpen gefahren bin, sollte es diesmal wieder eine gebuchte Route mit Hotels und Gepäcktransport sein. Tania fährt diesmal nicht mit und so geht es erneut mit Dirk und dem Reiseveranstalter Alps auf Tour. Heute steht die Anreise nach Mayrhofen an. Gestern bin ich bei Dirk in Lampertheim aufgeschlagen, natürlich auch wegen der legendären 400g Steaks bei “Aida” in der Lüderitzbucht. Man braucht ja schließlich Kraft für einen Alpencross. Dirks neues Auto ist prädestiniert für den trockenen Transport der Bikes und so ging es die rund 530km über den Achenpass nach Mayrhofen ins Zillertal. Alps ist bekannt für die Auswahl guter Hotels, unser erstes Domizil ist der Kramerwirt mitten in Mayrhofen. Gegen 15:30 Uhr kamen wir dort an und waren schon gespannt auf die anderen Teilnehmer. Mit dem Guide sollten es 8 sein, eine gute Zahl, denn mit 15 oder gar mehr Teilnehmern artet das Ganze leicht in Stress aus. Um 19:00 Uhr gab es eine kurze Begrüßungsrunde, Abendessen und anschließend die Tourbesprechung bei einem Glass Sekt. Da hatte sich wirklich eine lustige Truppe zusammengefunden, die eine Menge Spass erwarten lässt. Dann ließ unser Guide Marc die erste Katze aus dem Sack. Ihr Buckel erschien gewaltig! Das Höhenprofil der ersten Etappe versprach einen Anstieg von ca 1700hm am Stück und das gleich vom Start weg. Doch so wirklich nervös machte das aber niemanden, da wir alle keine “Ersttäter” waren.
Die heiße Phase meines Trainings für den 3. Alpintriathlon ist angebrochen. Noch 3 1/2 Wochen und ich hänge meinem Trainingsplan etwas hinterher. 1500km Mountainbike wird knapp. Das kalte und nasse Wetter hat meine Motivation ziemlich aufgezehrt. Die letzte Runde 70km und 1400hm bei max 6°C Grad war echt grenzwertig. Ich würde gerne mal wieder mit kurzen Klamotten biken. Mal sehen vieleicht schaffe ich 1200km. Berglauf ist nicht mein Ding. Dazu muß ich mich quälen, dennoch habe ich knapp 200km. Letzter Test 6 km 200hm am Stück in 31min. Gar nicht sooo schlecht.
Das Klettern ist dafür super. Die Kletterausbildung 2-3mal die Woche an der Steinwand bringt mich richtig voran.
Nächste Woche, Bikeurlaub in Lengries. Die Kletterausrüstung nehme ich mit für die Benediktenwand. Die Anmeldung zum Alpintriathlon ist auch schon raus.
Infos:
3. Alpintriathlon des DAV Fulda
Ich bin dann doch beim Rhönmarathon mitgefahren, nur die kleine Runde, 37,5 km lang und hat etwa 950hm. Habe 1:56 Std. gebraucht. Ganz OK für die wenigen km dieses Jahr. Bei teilweise nur 12°C eine frische Angelegenheit.
Hier ein paar Infos zur “mekrwürdigen” Ausschreibung:
Lt. Veranstalter Michael Krah vom Radsporthaus Rhön ist es KEIN RENNEN,
Weil er für ein Rennen keine Genehmigung von den Rhön-Verantwortlichen bekommen würde. Ja klar ein paar Mountainbiker im Rennen, das geht natürlich überhaupt nicht! Aber 10.000 Harley Fahrer, die durch die Rhön knattern ist kein Problem.
Das schmälert natürlich den Reiz der Sache deutlich. Intern gab es dann doch einen Massenstart und eine Einzelzeitnahme ohne offizielle Siegerehrung. Bei ca. 70 Fahrern ging es ziemlich familiär zu.
Infos: http://www.mtb-rhoenmarathon.de/